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Kreislaufaquakultursystem (RAS)

Aufrufe: 0     Autor: Site-Editor Veröffentlichungszeit: 25.06.2025 Herkunft: Website

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Ein Recirculated Aquaculture System (RAS) ist eine effiziente und umweltverträgliche Aquakulturtechnologie, die Wasser durch fortschrittliche Aufbereitungsprozesse recycelt und so den Wasserverbrauch und die Umweltbelastung minimiert.

RAS-Arbeitsablauf:
Wasser zirkuliert zwischen dem Kulturtank und den Behandlungseinheiten:
Kulturtank → Feststoffabfallentfernung → Biofiltration → Sauerstoffanreicherung/Desinfektion → Rückkehr zum Kulturtank.

RAS1

Schlüsselkomponenten von RAS

  1. Kulturtank: Kerneinheit zur Aufzucht aquatischer Arten (z. B. Fische, Garnelen).

  2. Physikalische Filterung: Entfernt feste Abfälle (z. B. Kot, Futterreste) über Trommelfilter oder Eiweißabschäumer.

  3. Biofiltration: Wandelt giftiges Ammoniak (NH₃) mithilfe nitrifizierender Bakterien in Nitrit (NO₂⁻) und Nitrat (NO₃⁻) um.

  4. Sauerstoffsystem: Hält den Gehalt an gelöstem Sauerstoff (DO) aufrecht (z. B. Injektion von reinem Sauerstoff, Belüfter).

  5. Desinfektion: UV-Sterilisatoren oder Ozonbehandlung zur Beseitigung von Krankheitserregern.

    Temperaturregelung: Heiz-/Kühlsysteme (z. B. Wärmepumpen, Wärmetauscher) für optimale Wassertemperatur.

  6. Überwachung der Wasserqualität: Echtzeitverfolgung von pH-Wert, gelöstem Sauerstoff, Ammoniak usw.

RAS-Lösung

Systemvorteile

  1. Wassereffizienz und Umweltfreundlichkeit

    • Recycelt mehr als 90 % des Wassers und reduziert den täglichen Austausch auf 5–10 % (im Vergleich zu herkömmlichen Systemen). Ideal für wasserarme Regionen oder strenge regulatorische Umgebungen.

  2. Präzise Kontrolle und stabile Produktion

    • Eine stabile Wasserqualität (DO >5 mg/L, Ammoniak <0,5 mg/L) ermöglicht eine ganzjährige, saisonunabhängige Landwirtschaft mit einstellbarem pH-Wert/Temperatur.

  3. High-Density-Farming und Platzersparnis

    • Besatzdichte 10–50x höher als in Teichen (z. B. Lachs mit 50–80 kg/m³), geeignet für städtische/landgestützte Einrichtungen.

  4. Reduziertes Krankheitsrisiko und Nachhaltigkeit

    • Geschlossene Systeme minimieren die Exposition gegenüber Krankheitserregern; UV/Ozon senkt den Einsatz von Antibiotika und passt damit zu den Trends in der grünen Aquakultur.

  5. Umweltverträglichkeit

    • Eine zentrale Abfallbehandlung reduziert die Umweltverschmutzung. Integriert sich in Aquaponik (Nährstoffrecycling) und erneuerbare Energien (z. B. Solar).

  6. Technologieintensiver Betrieb

    • Erfordert kompetentes Management für Biofilter/automatisierte Systeme. Die Energiekosten machen 30-50 % der OPEX aus.

  7. Hoher ROI für Premium-Arten

    • Anfängliche Investitionskosten: ~50–100 $/m³, aber ideal für hochwertige Arten (z. B. Lachs, Stör) mit kürzeren Zyklen und erstklassigem Marktzugang.

RAS vs. traditionelle Aquakultur

Feature RAS Traditional (Teich)
Wasserverbrauch 90 %+ Recycling Hohe Abhängigkeit von natürlichen Quellen
Besatzdichte Sehr hoch (industrieller Maßstab) Begrenzt durch die Umgebung
Umweltkontrolle Vollautomatisierung (ganzjährig) Wetterabhängig (saisonal)
Krankheitsrisiko Niedrig (geschlossenes System) Hoch (Freiwasseraussetzung)
Öko-Auswirkungen Minimaler Ausfluss Abwasserabfluss
Investitionsausgaben Hoch Niedrig

Fotos vor Ort

RAS2

Ras in der Aquakultur



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